Was ist wichtig in der Schuleingangsphase? Das Schulnetzwerk 8 beriet sich in Loitz

Freitag, 23. September 2022 | Aktuelles, Nachrichten

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Anfang September traf sich das Netzwerk 8 der Serviceagentur Ganztägig lernen M-V in Loitz, um sich u. a. zur dreijährigen Schuleingangsphase auszutauschen. Dabei kamen auch einige Problemfelder zur Sprache.
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Schlagwörter: Austausch | Schule

Anfang September traf sich das Netzwerk 8 der Serviceagentur Ganztägig lernen M-V in der Diesterweg-Grundschule in Loitz, um sich unter anderem zur dreijährigen Schuleingangsphase auszutauschen. In diesem Netzwerk bringen sich acht Grundschulen und zwei Horte aus Greifswald, Röbel, Loitz, Grimmen, Diekhof, Güstrow und Feldberg ein.

Die flexible Schuleingangsphase in der Grundschule ermöglicht 1 bis 3 Schulbesuchsjahre für die Inhalte der 1. und 2. Klassenstufe. Dadurch soll den Schulen eine Option eröffnet werden, die Voraussetzungen der Schüler*innen bezüglich Verhalten und Lernstand stärker zu berücksichtigen und die Durchlässigkeit zwischen den Jahrgangsstufen zu erhöhen. In der Schuleingangsphase gibt es noch keine Noten. Stattdessen verfassen die Lehrkräfte eine differenzierte schriftliche Einschätzung über den Leistungsstand sowie das Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler*innen.

Viele Herausforderungen

Die Mitglieder des Netzwerks 8 schätzen die Möglichkeiten, die die flexible Schuleingangsphase bietet, beispielsweise im Hinblick auf das individuelle Lernen der Schüler*innen. Da aber an vielen Grundschulen kein jahrgangsübergreifendes Lernen stattfindet, führt die Berücksichtigung des individuellen Leistungsstands eher zu Rück- oder Hochstufungen und damit zu einem Wechsel der Lerngruppe.

Eine besondere Herausforderung stellt nach Ansicht des Netzwerks außerdem die Rückmeldung über den erreichten Stand der verschiedenen Kompetenzen und des Sozialverhaltens der Schüler*innen dar. Die Netzwerkmitglieder betonten, dass die Kompetenzerfassung sehr detailliert und einheitlich im Kollegium erfolgen sollte und dafür entsprechende Dokumentationsmaterialien und klare formale Vorgaben nötig wären. An einem solchen Dokument arbeitet derzeit die Universität Rostock.

Darüber hinaus kamen beim Treffen des Netzwerks die Schwierigkeiten der Diagnostik eines sonderpädagogischen oder emotional-sozialen Förderbedarfs der Schüler*innen zur Sprache. Bei der Bewältigung der Situationen vor Ort fühlen sich die Schulen häufig allein gelassen. Hier sollte mehr Unterstützung vonseiten der Politik und Verwaltung im Bildungsbereich geleistet werden. Die Serviceagentur Ganztägig lernen M-V bei der RAA M-V gibt Impulse aus ihren Schulnetzwerken an diese Ebenen weiter.

Falls Sie Interesse an einer thematischen oder regionalen Zusammenarbeit mit anderen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben, melden Sie sich gern bei uns, zum Beispiel per Mail an oder über die Webseite der Serviceagentur.