Miteinander im Gespräch bleiben

Freitag, 29. April 2022 | Nachrichten

Start 9 Aktuelles 9 Nachrichten 9 Miteinander im Gespräch bleiben
Wie schafft man es, mit Menschen im Gespräch zu bleiben – oder wieder ins Gespräch zu kommen – deren Standpunkte und Äußerungen zu Corona man problematisch findet? Wie kann man reagieren und sensibilisieren, ohne immer wieder die gleichen Diskussionen zu führen?
Beitrag aus dem Bereich: Nachrichten

Wie schafft man es, mit Menschen im Gespräch zu bleiben – oder wieder ins Gespräch zu kommen – deren Standpunkte und Äußerungen zu Corona man problematisch findet? Wie kann man reagieren und sensibilisieren, ohne immer wieder die gleichen Diskussionen zu führen? Um einen Austausch zu diesen Fragen zu ermöglichen, luden perspektywa und Geh mit! – Aufsuchende Bildungsarbeit im ländlichen Raum von Arbeit und Leben MV e. V. zu einer gemeinsamen Tea Time zum Thema „Umgang mit Corona-Skepsis“. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigte deutlich, dass das Thema trotz der zunehmenden Lockerungen der Maßnahmen wenig an Aktualität verloren hat, besonders wenn es um den Umgang mit unterschiedlichen Meinungen im persönlichen Umfeld geht. 

Als Expert*innen waren Steffi Bahro und Janek Buchheim von „Mitmensch – Beratung bei Konflikten im Zusammenhang mit Verschwörungserzählungen“ zu Gast in der virtuellen Teestube und gaben zahlreiche Tipps und Hinweise. Jede Situation, jeder Mensch und jede Beziehung sind unterschiedlich und entsprechend existieren auch keine Patentrezepte. Einige Anregungen gibt es aber dann doch: Versuchen, eingefahrene Gesprächsdynamiken bewusst zu reflektieren und zu unterbrechen; selbst wieder andere Themen setzen und Gemeinsamkeiten abseits der Corona-Thematik (wieder-)entdecken; klare Regeln für Treffen festlegen, die nach Möglichkeit den kleinsten gemeinsamen Nenner für alle Anwesenden darstellen. Letztlich geht es um den Balanceakt, einerseits mit Empathie und Verständnis auf Menschen zuzugehen und das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig bei menschen- oder demokratiefeindlichen Äußerungen eine klare Grenze zu ziehen. Dafür ist es auch wichtig, möglichst in Austausch zu bleiben – denn durch jede Interaktion besteht die Möglichkeit zur Veränderung.