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Social Summit 2026 in Berlin: Gemeinsam vom Wissen ins Handeln kommen

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Unter dem Leitsatz „Zeit zu handeln“ kamen beim Social Summit in Berlin Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft unserer Demokratie zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus Erkenntnissen konkretes Handeln wird und wie tragfähige Kooperationen für eine starke demokratische Gesellschaft entstehen können.

Für die RAA Mecklenburg-Vorpommern nahm unsere stellvertretende Geschäftsführerin Alicja Orlow an der Veranstaltung teil. Im Rahmen eines Impulses stellte sie die Arbeit der RAA M-V in der Fokusregion Vorpommern innerhalb der Gemeinschaftsinitiative „Zukunftswege Ost“ vor. Dabei ging es um die Rahmenbedingungen für gesellschaftliches Engagement, die Erfahrungen vor Ort sowie notwendige Unterstützungsstrukturen für eine lebendige Zivilgesellschaft im ländlichen Raum.

Herausforderungen für Engagement in Mecklenburg-Vorpommern

In ihrem Beitrag machte Alicja Orlow deutlich, dass zivilgesellschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern vor besonderen Herausforderungen steht.

Mobilität als entscheidender Faktor

Die großen Entfernungen im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern prägen den Alltag vieler Menschen. Lange Fahrzeiten erschweren nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt, sondern stellen auch eine Hürde für den Aufbau und die Pflege von Netzwerken dar. Gerade ehrenamtlich Engagierte können diese zusätzliche Arbeit oft nur schwer leisten.

Begrenzte finanzielle Spielräume

Die Einkommen in Mecklenburg-Vorpommern liegen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt, gleichzeitig ist der Anteil von Beschäftigten im Niedriglohnsektor vergleichsweise hoch. Hinzu kommt, dass private Förderstrukturen, etwa durch Stiftungen, weniger stark ausgeprägt sind als in anderen Regionen. Auch die überwiegend klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur begrenzt häufig die verfügbaren Ressourcen für gesellschaftliches Engagement.

Personalmangel und Mehrfachbelastungen

Mit rund 1,6 Millionen Einwohner*innen ist Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland Deutschlands. Viele Vereine, Initiativen und Projekte werden von wenigen engagierten Menschen getragen, die zahlreiche Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Dadurch fehlen oft Zeit und Kapazitäten für Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung oder strategische Entwicklung.

Diversität stärkt gesellschaftliche Resilienz

Eine vielfältige Gesellschaft ist ein wichtiger Faktor für demokratische Resilienz. Gleichzeitig zeigen sich in Mecklenburg-Vorpommern Herausforderungen bei der gesellschaftlichen Vielfalt: Der Anteil von Menschen mit Migrationsbiografie sowie von Akademiker*innen liegt unter dem Bundesdurchschnitt, zudem ist die Bevölkerung im Vergleich zu anderen Bundesländern älter.

Engagement sichtbar machen und stärken

Trotz dieser Rahmenbedingungen erlebt die RAA M-V täglich eine große Zahl engagierter Menschen, die ihre Gemeinden, Vereine und Initiativen mit viel Einsatz gestalten. Häufig wird dieses Engagement jedoch als selbstverständlicher Teil des Alltags verstanden und weniger als zivilgesellschaftliche Leistung wahrgenommen. Es bleibt oft leise, praxisorientiert und öffentlich wenig sichtbar.

Um eine lebendige und demokratische Zivilgesellschaft insbesondere in ländlichen Regionen zu stärken, braucht es deshalb vor allem mehr Sichtbarkeit, den Ausbau von Netzwerken sowie gezielte Unterstützung beim Aufbau von Kompetenzen und Strukturen.

Austausch, Inspiration und Zuversicht

Der Social Summit bot zahlreiche Gelegenheiten für Austausch, neue Perspektiven und gemeinsame Diskussionen. Die Vielfalt an Menschen und Ideen im Publix Berlin machte deutlich, wie viel gesellschaftliche Gestaltungskraft bereits vorhanden ist – und wie wichtig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen für die Zukunft unserer Demokratie bleibt.

Wir danken Irmgard Nolte, dem Team der Social Summit GmbH sowie allen Beteiligten für die Einladung, die inspirierenden Gespräche und die wertvollen Denkanstöße.

Veröffentlicht am: 12. Juni 2026

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