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Raum für Begegnung und Kreativität – Projekt „Jeder hat … – Niemand darf…“ gestartet

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Gesprayte Plakate

Beitragsinformationen

Beitrag aus dem Bereich: Aktuelles

Barrierefreiheit

Anfang dieser Woche trafen Schüler*innen zwei Neubrandenburger Schulen in der Kunstschule „Junge Künste“ in Neubrandenburg zusammen. An zwei Tagen entwickelten und kreierten die Schüler*innen gesprayte Plakate zum Thema Menschenrechte. Ab August sind diese Werke in der Innenstadt Neubrandenburgs zu sehen. Künstlerisch begleitet wird das Projekt durch die Künstler*innen Ramona Seyfarth und Rico. Die Schirmherrschaft hat der Neubrandenburger Oberbürgermeister Nico Klose übernommen.

Menschenrechte kreativ gestalten

Unter der Überschrift „Jeder hat… – Niemand darf…“ informierten sich die Schüler*innen zuerst über die Artikel der Menschenrechte und Grundrechte sowie die Geschichte ihrer Entstehung. Sie tauschten sich darüber aus, was diese Rechte für ihr Leben bedeuten. Und auch welche Verletzungen es gibt oder welchen Schutz andere Menschen brauchen. Im Workshop begegneten sich junge Menschen aus unterschiedlichen Schulformen: Die Förderschule Kranichschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und das Albert-Einstein-Gymnasium mit einer 7. Klasse hochbegabter Schüler*innen.

An beiden Tagen verarbeiteten die Schüler*innen eine Freiheit, ein Recht resp. ein Thema, das ihnen besonders wichtig ist. Künstlerische Anleitung übernahmen die Künstler*innen Ramona Seyfarth und Rico.. Nach einem Entwurf wurden Stancel, Schablonen zum Sprayen, angefertigt. Das war teilweise ganz schön knifflig. Dann wurden die Schablonen auf dem Plakat fixiert und es konnte bunt drauflos gesprayt werden. Die sehr unterschiedlich arbeitenden jungen Künstler*innen stellten sich zum Abschluss ihre Plakate gegenseitig vor und gaben sich wertschätzendes Feedback zu Inhalten und Gestaltung.

„Jeder hat … – Niemand darf…“

Das künstlerische Projekt von Ramona Seyfarth möchte spielerisch-kreativ für Menschenrechte und den Schutz derselben sensibilisieren. Es stellt die Teilhabe der Stadtgesellschaft Neubrandenburgs, insbesondere der Jugend, in den Mittelpunkt und macht Menschenrechte, Demokratie und Inklusion kreativ erfahrbar. Inspiriert von der Kunstausstellung des Allerhand-Vereins in Qualitz, bei der künstlerische Motive als Alternative zu Wahlplakaten den öffentlichen Raum prägten, verbindet das Projekt kreative Selbstwirksamkeit, Reflexion und Sichtbarkeit im Stadtraum.  

Es geht darum, eigene Rechte und Freiheiten zu reflektieren, aber auch einen Perspektivwechsel einzunehmen. Welche Rechte werden möglicherweise von anderen  verletzt und warum? Wie positioniere ich mich dazu? Was kann ich selbst tun?

Kunst zum Mitmachen im öffentlichen Raum

Das Projekt geht weiter: Am 29.08. zum Vier-Tore-Fest sind alle Neubrandenburger*innen eingeladen, im Innenhof der Kunstsammlung ebenfalls eigene Plakate zu gestalten. Mit dabei sind neben Ramona Seyfarth auch die Künstlerin Rico. sowie die Jugendkunstschule “Junge Künste” mit der Theatergruppe (unter Leitung von Marlen Fuhrmann).


Entstandene Werke werden ab August in der Innenstadt zu sehen sein.


Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der RAA-Geschichtswerkstatt zeitlupe (RAA – MV), der Jugendkunstschule Neubrandenburg, dem simsalArt e.V. und Josepha Dietz von JADIO – Joining Abilities  für eine inklusive Gesellschaft. Gefördert wird das Projekt durch Zukunftswege Ost und die Freudenbergstiftung.

Ansprechpartnerin zum Projekt:

Dr. Constanze Jaiser, RAA Geschichtswerkstatt zeitlupe

E-Mail: constanze.jaiser@raa-mv.de

Veröffentlicht am: 12. Juni 2026

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