Wovon träumen wir? Was wünschen wir uns für die Zukunft? Und welche Hoffnungen begleiteten Menschen in der Vergangenheit? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Auszubildende der Sozialpädagogischen Assistenz am GeSoTec RBB Neubrandenburg am 6. und 7. Juli 2026.
Der zweitägige Workshop wurde von den RAA-Projekten FutureFlow und Geschichtswerkstatt zeitlupe durchgeführt. Er verband persönliche Zukunftsfragen, historische Biografiearbeit und kreative Medienproduktion. Geschichte sollte dabei nicht nur vermittelt, sondern von den Teilnehmenden selbst erschlossen und gestaltet werden.
Was kommt?
Am ersten Tag standen die eigenen Zukunftsvorstellungen im Mittelpunkt. In Aufstellungen und Gesprächsrunden tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wie sie auf ihre persönliche Zukunft und die Zukunft der Gesellschaft blicken. Anschließend gestalteten sie Vision Boards zu ihren Wünschen, Träumen und Vorstellungen eines guten Lebens. Ausgehend von der Frage „Warum wünschen und träumen Menschen?“ entwickelten sie in Kleingruppen Audiofeatures oder digitale Point-and-Click-Games. Dabei wurden persönliche Gedanken in Geschichten, Bilder, Geräusche und spielbare Situationen übersetzt. Die Ergebnisse zeigten, dass Wünsche Orientierung geben, neue Möglichkeiten vorstellbar machen und Menschen zum Handeln motivieren können.

Was war?
Am zweiten Tag richtete sich der Blick auf historische Biografien. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden oder Widerstand leisteten. Anhand von biografischen Fragmenten, Zitaten, Fotografien und historischen Ortsaufnahmen setzten sie sich mit den Wünschen, Hoffnungen und Zukunftsvorstellungen dieser Menschen auseinander. Mit den Fragen „Was sehe ich?“, „Was denke ich?“ und „Was frage ich mich?“ entwickelten die Kleingruppen eigene Zugänge zu den Lebensgeschichten. Anschließend entstanden experimentelle Kurzfilme, in denen die Biografien nicht nur nacherzählt, sondern mit eigenen Gedanken, Gefühlen und Fragen verbunden wurden.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden
Der Workshop hat sichtbar gemacht, wie historische Bildung und kreative Medienarbeit zusammenwirken können. Zugleich entstand eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Welche Wünsche Menschen entwickeln und welche Möglichkeiten sie haben, diese zu verwirklichen, hängt immer auch von den gesellschaftlichen Bedingungen ab, unter denen sie leben.





