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Zukunftsmacher*innen in Züssow: Über 100 Akteure schmieden Pläne für ein starkes Vorpommern

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Ein heller, weitläufiger Saal mit Holzboden, in dem zahlreiche Menschen an verschiedenen Tischgruppen zu einer Workshop-Veranstaltung zusammengekommen sind. Im Fokus des Vordergrunds sitzt eine Gruppe von neun Personen unterschiedlichen Alters konzentriert um einen weißen Tisch. Sie sind in ein Gespräch vertieft; vor ihnen liegen Notizblätter, Getränkeflaschen und ein großer Bogen Papier mit handschriftlichen Stichpunkten.
Beitrag aus dem Bereich: Aktuelles | Pressemitteilungen

Wie sieht die Gesundheitsversorgung von morgen aus? Wie wird Wohnraum bezahlbar? Und wie locken wir Fachkräfte nicht nur an, sondern halten sie auch hier? In der „Werkstatt der Mutigen“ kamen am vergangenen Montag über 100 Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Hotel Ostseeländer zusammen. Das Ziel des Projektes „Zukunftswege Ost – Fokusregion in Vorpommern“ der RAA M-V e.V.: Brücken bauen, Synergien nutzen und konkrete Lösungen für die Region entwickeln.

Vorpommern ist keine strukturarme Region, sondern eine Region der ungenutzten Möglichkeiten – das war der Tenor der hochkarätig besetzten Netzwerkveranstaltung. In zehn thematischen Werkstätten arbeiteten die Teilnehmenden intensiv an Themen wie regionalen Identitäten, Uni-Präsenz im ländlichen Raum oder der Zukunft soziokultureller Zentren.

Politik und Wirtschaft auf Augenhöhe

Dass das Format einen Nerv trifft, zeigte die Präsenz prominenter Gäste. Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, betonte als Schirmherrin der Gemeinschaftsinitiative: „Es ist wichtig, das breite Engagement zu unterstützen, das auch Lücken gefüllt hat, die über viele Jahre entstanden sind – denn das ist der Kitt unserer Gesellschaft.“

Auch Landrat Michael Sack rückte die Wahrnehmung der Region gerade: „Als Landrat nehme ich nicht wahr, dass wir eine strukturarme Region sind. Die Strukturen sind nur nicht immer sichtbar. Es ist viel Leben in unserer Region.“ Er forderte dazu auf, die Distanzen zwischen den Dörfern durch besseren Austausch zu überbrücken. Der Landkreis arbeite hier bereits an einer Ausweitung des Bus- und Rufbusangebots. Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg, schlug eine konkrete Brücke zur Wirtschaft: „Verstehen Sie als Zivilgesellschaft immer die Wirtschaft als Ihren Partner, sie hat immer offene Türen.“

Vom Reden zum Machen

An den Arbeitstischen wurde die Theorie schnell zur Praxis. Ob es um die Rolle von Kulturräumen für die Gesellschaft ging oder um neue Strategien gegen den Wohnungsmangel – die Atmosphäre war spürbar anpackend. Visitenkarten wurden getauscht, neue Kooperationen direkt vor Ort angestoßen.

Projektleiterin Alicja Orlow zeigte sich überwältigt: „Die große Resonanz auf unsere Werkstatt der Mutigen hat uns selbst überrascht. Es zeigt, wie viel Bewegung in Vorpommern steckt und dass definitiv ein Bedarf für solche Veranstaltungen da ist!“

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse der Werkstatt verlaufen nicht im Sande. Das Projekt „Zukunftswege Ost – Fokusregion in Vorpommern“ wird die erarbeiteten Ideen aufarbeiten und die Akteure bei der branchenübergreifenden Weiterarbeit begleiten. Die Fokusregion Vorpommern, die seit 2025 besteht, plant bereits die nächsten Netzwerkveranstaltungen, um das Engagement in der Region dauerhaft überregional sichtbar zu machen.

Über das Projekt: „Zukunftswege Ost – Fokusregion in Vorpommern“ ist ein Projekt der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und wird durch die Stiftung Bürger für Bürger, ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und NORDMETALL-Stiftung im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost gefördert. Es stärkt die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure und fördert innovative Lösungen für regionale Herausforderungen.

Veröffentlicht am: 6. Mai 2026

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