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FutureFlowLab in Sanitz – Zukunft braucht Courage

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Hände und Kamer auf Stativ
Beitrag aus dem Bereich: Aktuelles

Warum wir Courage, Solidarität und Empathie brauchen, um die Zukunft zu gestalten – darum ging es beim FutureFlowLab Ende Januar mit 16 Jugendlichen des neu gegründeten Courage Clubs am Gymnasium Sanitz. An drei Tagen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ihren Visionen für ein faires Miteinander und eine solidarische und vielfältige Gemeinschaft. Und sie nutzten Medien als Werkzeuge, um ihre Ideen sichtbar und hörbar zu machen. Ob durch Audio-Spots, die Botschaften transportieren, Memes, die zum Nachdenken anregen oder Kurzfilme, die Geschichten erzählen – sie lernten, wie man Aufmerksamkeit schafft, Gehör findet und andere zum Handeln anregt.

Visionen entwickeln – Botschaften transportieren

Im Mittelpunkt des ersten Tages standen die Zukunftsvisionen und Wünsche der Jugendlichen: Was bedeutet Courage? Wie wollen wir miteinander umgehen? Und welche Rolle kann der Courage Club spielen, um sich für die Visionen der jungen Menschen einzusetzen?

Nach einem Kennenlernen und einem Input von Josefine Lohmann (Landeskoordinatorin des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Mecklenburg-Vorpommern von der RAA M-V) ging es direkt in die praktische Medienarbeit. Ausgestattet mit Tablets dokumentierten die Jugendlichen fotografisch Orte des Miteinanders in der Schule: Wo finden Begegnungen statt? Wo entsteht Gemeinschaft? Welche Räume sind für sie wichtig?

Im nächsten Schritt nutzten die Teilnehmenden den Design-Fiction-Ansatz, um sich ihren Zukunftsvorstellungen zu widmen. Dabei handelt es sich um eine künstlerische Herangehensweise, bei der durch die Entwicklung fiktiver Geschichten und Narrative die kreative Vorstellungskraft angeregt und die Diskussion über mögliche Zukünfte gefördert wird. Mithilfe von Screenshot-Vorlagen entstanden auf diese Weise fiktive Social-Media-Beiträge, Chatverläufe und Fotoaufnahmen aus wünschenswerten Zukünften. Anschließend analysierten sie mit der Methode des Zukunftskegels die Umsetzbarkeit ihrer Entwürfe und reflektierten gemeinsam, ob diese wahrscheinlich, möglich oder utopisch sind. Den Abschluss des Tages bildete die Produktion von Audio-Spots: Die Jugendlichen schrieben Skripte, nahmen ihre Stimmen auf und fügten Sounds und Musik hinzu, um ihre Visionen hörbar zu machen.

Visionen mit Medien gestalten

Der zweite Tag startete mit einer kreativen Meme-Werkstatt. Die Jugendlichen nutzten einen Meme-Generator, um Inhalte des Courage Clubs in pointierte Bild-Text-Kombinationen zu übersetzen. Ihre Botschaften zu Themen wie etwa Solidarität, Zivilcourage oder Feminismus wurden mit Kreativität und Humor reflektiert und transportiert. Anschließend erprobten die Teilnehmenden in zwei Werkstätten die Medienformate Kurzfilm und Stop-Motion-Animation. Sie durchliefen dabei den gesamten Prozess einer Medienproduktion: Von der Ideenentwicklung über die Erstellung eines Storyboards, der Planung und Klärung von Aufgaben und Rollen bis hin zur Produktion der Aufnahmen und deren Nachbearbeitung. Es entstanden bewegende Filme, die zum Nachdenken und Handeln anregen.
Der letzte Tag stand im Zeichen der Präsentation. Klassensprecher*innen, Mitschüler*innen und Lehrkräfte wurden eingeladen, um die Ideen, Medienergebnisse und Themen des Courage Clubs vor- und zur Diskussion zu stellen. Und es ging darum, zu planen, wie es weitergeht.

Future Skills und Medienkompetenz

Die Jugendlichen wurden in dem FutureFlowLab zu Zukunftsgestalter*innen und Medienproduzent*innen. Sie lernten nicht nur Visionen zu entwickeln, sondern auch, Medien als Werkzeug einzusetzen, um ihre Botschaften mit Fantasie und Vorstellungskraft zu kommunizieren. Dabei stärkten sie wichtige Future Skills wie Kreativität, Zusammenarbeit, Selbstbestimmtheit und Empathie – Fähigkeiten, die für das Mitgestalten der Zukunft wichtig sind.

Die Jugendlichen wurden während des gesamten Projekts vom Team des Projekts FutureFlow der RAA M-V begleitet und unterstützt. FutureFlowLabs sind mobile Medienworkshops, bei denen junge Menschen Zukunftsthemen aus ihrer Lebenswelt aufgreifen und in unterschiedlichen Medienformaten bearbeiten. Durch die Verbindung von aktiver Medienarbeit und Zukunftsbildung werden zentrale Kompetenzen für eine sich wandelnde Welt gefördert und gestärkt – praxisnah, partizipativ und lebensweltorientiert. Wer Interesse an einem FutureFlowLab vor Ort hat, kann sich gerne hier melden.

Future Flow ist ein Projekt der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. Dieses Projekt wird von der Drosos Stiftung unterstützt.

Veröffentlicht am: 20. Februar 2026

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