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FutureFlowCamp No. 1 – Gemeinsam Zukünfte gestalten

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Beitrag aus dem Bereich: Aktuelles

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Kreativ sein, Medien gestalten und dabei über Zukünfte sowie eigene und gemeinsame Wünsche und Träume nachdenken. Genau das haben 30 Jugendliche aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns beim diesjährigen FutureFlowCamp am Plauer See getan. Mit Offenheit, Neugier und gegenseitiger Wertschätzung entwickelten sie Zukunftsbilder und setzten sich gestalterisch und kollaborativ mit gesellschaftlichen Fragen und eigenen Perspektiven auseinander. Dabei entstanden Filme, Animationen, Illustrationen, Tiny Games, digitale Rallyes und ein Theaterstück.

Zukünfte mit Medien gestalten

Im Mittelpunkt der Campwoche standen fünf Workshops, in denen die Teilnehmenden ihre Ideen und Zukunftsvorstellungen auf ganz unterschiedliche Weise medial zum Ausdruck brachten.

Gemeinsam mit der Künstlerin Anne Steffen produzierten die Jugendlichen einen Kurzfilm, der Animationen mit realen Szenen kombinierte und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen ließ. Im Improvisationstheater mit Marie Schatzel wurden persönliche und gesellschaftliche Themen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es entstand ein Improvisationsstück, in dem unter anderem Fragen des Miteinanders im digitalen Zeitalter, der Auswirkungen der Klimakrise sowie der eigenen Verantwortung bei der Mitgestaltung der Zukunft verhandelt wurden. Im Gaming-Workshop setzten sich die Jugendlichen mit den Grundlagen des Game Designs auseinander und entwickelten eine digitale Rallye durch die umliegende Natur. Von der ersten Spielidee über die Entwicklung einer Geschichte und ihrer Charaktere bis hin zur technischen Umsetzung und gestalterischen Ausarbeitung durchliefen sie den gesamten Entwicklungsprozess. Begleitet wurde von Anton Zscherpe (Projekt FutureFlow, RAA M-V e. V.). Im Workshop Illustration gestalteten die Jugendlichen unter der Anleitung der Künstlerin Gabi Garland individuelle Hefte. Mithilfe kreativer Techniken und Übungen machten sie ihre persönlichen Visionen, Gedanken und Zukunftsideen in Zeichnungen, Drucken und Texten sichtbar. Mit ihren persönlichen Themen beschäftigten sich die Jugendlichen auch im Filmworkshop von Daniel Kunle (SEELAND Medienkooperative e. V.). Sie entwickelten die Geschichte und das Storyboard, standen vor und hinter der Kamera und produzierten ihren eigenen Kurzfilm.

Während der gesamten Woche begleiteten die Künstler*innen und Medienschaffenden die kreativen und gemeinschaftlichen Prozesse der Jugendlichen. Sie vermittelten nicht nur fachliches Know-how, sondern ermutigten die Teilnehmenden vor allem dazu, Neues auszuprobieren und ihren eigenen Interessen und Anliegen nachzugehen. Nicht das fertige Ergebnis stand im Mittelpunkt, sondern der gemeinsame Prozess des Entdeckens, Lernens und Gestaltens.

Begegnung, Austausch und gemeinsame Erlebnisse

Neben den Workshops blieb viel Zeit für Begegnung und gemeinsames Erleben. Das abwechslungsreiche Abendprogramm sorgte für viele besondere Momente: Von Zirkusakrobatik über Karaoke-Abende bis hin zur Quiz-Night war für alle etwas dabei. Den Höhepunkt bildete die Abschlusspräsentation, bei der alle Gruppen ihre entstandenen Ergebnisse vorstellten. Filme wurden gezeigt, Theaterszenen aufgeführt, Illustrationen ausgestellt und Spielideen präsentiert.

Zusammen lernen und Neues ausprobieren

Besonders beeindruckend war die Offenheit, mit der sich die Teilnehmenden auf neue Erfahrungen und gemeinschaftliche Prozesse einließen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich kreativ mit neuen Medienformaten auszuprobieren oder Themen anzusprechen, die sie im Alltag beschäftigen. Immer wieder wurde deutlich, wie wertvoll Räume sind, in denen junge Menschen ihre Themen einbringen, Gedanken teilen und im Austausch mit anderen unterschiedliche Perspektiven kennenlernen können. Solche Erfahrungen stärken das Vertrauen in die eigene Gestaltungsfähigkeit und zeigen, dass ihre Ideen ernst genommen werden.

Eine Teilnehmerin brachte ihre Erfahrungen mit den Worten auf den Punkt: „Es hat Spaß gemacht, Neues auszuprobieren und mit den anderen über Dinge nachzudenken, die mich beschäftigen. Das hat richtig gut getan.“ Ein anderer Teilnehmer sagte: „Ich hätte nie gedacht, dass wir in so kurzer Zeit ein Spiel entwickeln können. Ich habe richtig viel Neues gelernt. Und ich habe viele tolle Menschen getroffen.“ Eine weitere Jugendliche fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Es war schön zu merken, dass unsere Ideen ernst genommen werden und dass wir selbst etwas gestalten können.“

Räume für Zukünfte und Teilhabe

Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen sowie der damit verbundenen Unsicherheiten brauchen junge Menschen Orte, an denen sie Orientierung finden, Fragen stellen und gemeinsam über die Welt von morgen nachdenken können. Das FutureFlowCamp bot einen solchen Raum.

Das FutureFlowCamp ist ein Bildungsformat der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. im Rahmen des Projekts FutureFlow in Kooperation mit dem medienpädagogischen Netzwerk Medienplatte (SEELAND Medienkooperative e. V. und Jugendkunstschule „Junge Künste“ NB e. V.). Das Projekt richtet sich insbesondere an junge Menschen in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und verbindet handlungsorientierte Medienbildung mit Demokratie- und Zukünftebildung. Ziel ist es, sogenannte Future Skills wie Kreativität, kritisches Denken, Medienkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Das Camp schafft einen Freiraum, in dem junge Menschen ihre Ideen entwickeln, ihre Perspektiven einbringen und erfahren können, dass sie gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten können.

Future Flow ist ein Projekt der RAA Mecklenburg-Vorpommern e. V. und wird aus Mitteln der Drosos Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Veröffentlicht am: 6. August 2026

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