Welche Bilder von der Zukunft haben wir? Welche Gefühle und Emotionen lösen diese Zukunftsbilder aus? Und wie stelle ich mir eine wünschenswerte Zukunft vor? Ende März lud das Projekt FutureFlow junge Menschen in Stralsund dazu ein, genau über diese Fragen nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele Jugendliche blicken zunehmend sorgenvoll auf das, was kommt. Krisen, Umbrüche und Unsicherheiten bestimmen ihren Blick auf die Zukunft. Umso wichtiger ist es, Räume zu schaffen, in denen ihnen zugehört wird und Austausch stattfinden kann. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Pizza und Politik“ der Norddeutschen Gesellschaft für Bildung und Soziales gGmbH statt, das von der Partnerschaft für Demokratie Greifswald gefördert wird. Ziel ist es, in entspannter Atmosphäre bei Pizza und Getränken über die Themen und Anliegen junger Menschen ins Gespräch zu kommen und Möglichkeiten für gesellschaftliche und politische Beteiligung aufzuzeigen.
Zukunftsbilder teilen
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stand zunächst die Frage im Mittelpunkt, welche Assoziationen die Teilnehmenden mit dem Begriff „Zukunft“ verbinden. Aus einer Vielzahl an Bildkarten wählten sie jeweils eine aus, die für sie persönlich Zukunft symbolisiert. In der folgenden Gesprächsrunde wurden individuelle Erwartungen, Vorstellungen, Ziele und auch Sorgen geteilt. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich Zukunft wahrgenommen wird und welche vielfältigen Emotionen sie auslösen kann.
Aufbauend auf dieser ersten Annäherung positionierten sich die Jugendlichen anschließend auf einer Skala von „Ich stimme zu“ bis „Ich stimme nicht zu“ zu verschiedenen Aussagen, etwa „Ich denke oft an die Zukunft“, „Wenn ich an meine persönliche Zukunft denke, bin ich zuversichtlich“ oder „Ich habe viele Zukunftsträume“. Dafür wurde eine Linie mit zwei Polen in der Mitte des Tisches markiert. Legofiguren halfen dabei die jeweiligen Positionen der Teilnehmenden sichtbar zu machen. Die Gründe für die Positionierungen wurden anschließend besprochen und neue Diskussionen entstanden, beispielsweise über berufliche Zukunftschancen und welche Rolle Politik bei deren Ermöglichung spielt.
Zukunftswünsche formulieren
Zum Abschluss widmeten sich die Teilnehmenden ihren wünschenswerten Zukunftsvorstellungen. Im Rahmen der Aktion @andiezukunft gestalteten sie auf analogen Vorlagen Social-Media-Posts, in denen sie individuelle und gesellschaftliche Zukunftswünsche formulierten und zeichneten. Anschließend wurden die Beiträge in der Gruppe vorgestellt und reflektiert: Sind diese Wünsche wahrscheinlich, möglich oder vielleicht doch utopisch. Die Gespräche und Kommentare der Jugendlichen machten deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Zukunft unterschiedliche Emotionen hervorrufen kann – von Hoffnung und Optimismus bis hin zu Angst und Sorge. Zugleich zeigte sich, welche wichtige Bedeutung positive Zukunftsbilder für die eigene Lebensgestaltung und das politische Engagement im Hier und Jetzt spielen.



Das Projekt FutureFlow eröffnet jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern Bildungsräume, in denen sie sich selbstbestimmt und kreativ mit der Zukunft auseinandersetzen. Ob Podcast, Animation oder Film, Creative Gaming oder Coding – mit Hilfe aktiver Medienarbeit erforschen und entwickeln sie individuelle und gesellschaftliche Zukunftsbilder und machen ihre Visionen, Wünsche und Träume sichtbar. Wer Interesse an einer Zusammenarbeit hat, kann sich gerne hier melden oder auf Instagram @futureflow_raa über das Projektgeschehen informieren.
Future Flow ist ein Projekt der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. Dieses Projekt wird von der Drosos Stiftung unterstützt.



