Warum Erinnern für unsere Demokratie wichtig bleibt
Am 18. März 2026 wird erstmals bundesweit der Tag der Demokratiegeschichte gefeiert – unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Der Aktionstag geht auf eine Initiative der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte zurück. Ziel ist es, demokratische Traditionen sichtbar zu machen und an historische Momente zu erinnern, in denen Menschen in Deutschland für Freiheit, Mitbestimmung und Grundrechte eingetreten sind.
Auch in Neubrandenburg wird der Tag der Demokratiegeschichte mit einer gemeinsamen Veranstaltung begangen. Die Hochschule Neubrandenburg und lokale Initiativen der Erinnerungsarbeit – darunter die Geschichtswerkstatt zeitlupe der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. – laden dazu ein, über die Bedeutung von Erinnerungskultur für unsere Demokratie ins Gespräch zu kommen.
Lokale Erinnerungsarbeit macht Geschichte sichtbar. Sie trägt dazu bei, demokratische Erfahrungen und Konflikte der Vergangenheit zu verstehen und stärkt die politische und zivilgesellschaftliche Mitgestaltung in der Gegenwart. Zugleich eröffnet sie Räume für Austausch zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und interessierter Öffentlichkeit.
Der Tag der Demokratiegeschichte in Neubrandenburg verbindet Zeitzeugengespräch, gemeinsames Erinnern und regionale Perspektiven auf Demokratiegeschichte.
Weitere Informationen zum bundesweiten Aktionstag: www.tag-der-demokratie-geschichte.de
Programm am 18. März 2026 in Neubrandenburg:
15:00 Uhr: Begehung der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit mit einem Zeitzeugen; Treffpunkt: Neustrelitzer Str. 120B, 17033 Neubrandenburg (Lindenberg)
16:30 Uhr: Erzählcafé zu Erinnerung bei Kaffee & Kuchen (Ort wird bei der Begehung bekannt gegeben)
17:30 Uhr: Hochschule Neubrandenburg, Hauptgebäude, Hörsaal 3: Lokale Initiativen stellen ihre regionalgeschichtlichen Perspektiven zum Tag der Demokratiegeschichte vor (Aushang im Eingangsbereich beachten)
Wir freuen uns auf einen Tag des gemeinsamen Erinnerns, Diskutierens und Gestaltens.
Eintritt frei.
Weitere Informationen und das Programm im Überblick finden Sie im Flyer zum Tag der Demokratiegeschichte in Neubrandenburg (PDF).
Beteiligte:
- Prof. Dr. Kai Brauer, Prof. Dr. Júlia Wéber und Lucy Fay Balser – Hochschule Neubrandenburg
- Dr. Christian Halbrock – DDR-Bürgerrechtler und Historiker
- Dr. Constanze Jaiser – Leiterin der RAA-Geschichtswerkstatt zeitlupe
- Thoralf Maaß, Zeitzeuge & Vorsitzender des Gedenkort Neubrandenburger Lindenberg – Stasi-Untersuchungshaftanstalt e. V.)



