Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Wie möchte ich leben? Welche Träume und Ziele habe ich? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des FutureFlowLabs in den Wohnstätten Züssow des Pommerschen Diakonievereins. Unter dem Motto „Ich in 10 Jahren“ erkundeten junge Menschen mit Beeinträchtigungen ihre persönlichen Zukunftspläne. Sie reflektierten, welche Berufe zu ihnen passen, welche Träume sie antreiben und welche konkreten Ziele sie erreichen möchten. Durch inklusive Medienarbeit übersetzen sie Ihre Wünsche und Vorstellungen in sichtbare und hörbare Zukunftsbilder.
Medien als Werkzeug zur Zukunftsplanung
Vier Tage lang arbeiteten die Teilnehmenden in einer kreativen Medienwerkstatt, in der sie verschiedene Ausdrucksformen kennenlernten und darüber hinaus nutzten, um ihre Visionen zu gestalten. Sie führten eine Umfrage zu Zukunftserwartungen durch und erprobten Interviewtechniken. Dabei hielten sie neben den eigenen Vorstellungen und Wünsche auch die von Mitarbeiter*innen der Einrichtung fest. In einem Foto-Shooting inszenierten sie sich in Selbstporträts, die sie mit weiterem Bildmaterial aus Zeitschriften und Magazinen zu Collagen verarbeiteten, die ihre persönlichen Ziele und Pläne sichtbar machten. Mit der Legetricktechnik verwandelten sie die Zukunfts-Collagen in kurze Filmclips, die sie mit eigenen Audiokommentaren unterlegten. Mit „Was wäre, wenn“-Fragen spekulierten sie über fiktive Zukunftsszenarien und entwickelten daraus Ideen für Kurzfilme, die sie gemeinsam realisierten. Den gesamten Prozess – von der Ideenfindung und Storyboard-Entwicklung über die Rollenverteilung und Dreharbeiten bis zur Postproduktion – gestalteten sie im Team.
Begleitet wurde die Medienwerkstatt mit theaterpädagogischen Übungen, Kreativitätstechniken und spielerische Methoden, die anregten, neue Ausdrucksformen kennenzulernen und auszuprobieren. Am letzten Tag fand eine Präsentation der Ergebnisse statt. Die Jugendlichen gaben den geladenen Gästen Einblicke in ihre Arbeit und kamen ins Gespräch.
Zukunftskompetenzen stärken
In dem FutureFlowLab stärkten die Teilnehmenden stärkten ihre Fähigkeit Zukunftsvisionen zu entwickeln und in Worten, Bildern und Filmen auszudrücken . Die Jugendlichen erwarben dadurch zentrale Future Skills wie Selbstwirksamkeit, Medienkompetenz, Selbstreflexion, Zusammenarbeit sowie Kreativität. Und es wurde deutlich, dass Zukunft nicht etwas ist, das einfach geschieht, sondern aktiv gestaltet werden kann:
„Ich finde es schon sehr wichtig, dass man sich mit seiner Zukunft beschäftigt, denn das Leben ist kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt. Ich habe gelernt, dass ich viel mehr kann, als ich denke.“ (Lisa)
„Besonders gut gefallen hat mir das Interviewen, das Schauspielern und das Cutten. Das war alles sehr schön und da habe ich auch gesehen, dass ich das gut kann.“ (Marcel)
„Über die Zukunft habe ich so noch nie nachgedacht. Und Collagen habe ich auch noch nie gemacht. Ich fand das echt spannend.“ (Anna)
Die Jugendlichen wurden während des gesamten Projekts vom Team des Projekts FutureFlow der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e.V. begleitet und unterstützt. Wer Interesse an einem FutureFlowLab vor Ort hat, kann sich gerne [hier melden]. FutureFlow ist ein Projekt der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e.V. und wird von der Drosos Foundation unterstützt.









