Der Zugang zum Gesundheitssystem ist für viele Roma-Familien mit besonderen Herausforderungen verbunden. Erfahrungen von Diskriminierung, fehlendes Vertrauen in Institutionen sowie unterschiedliche Vorstellungen von Krankheit, Behandlung und Verantwortung innerhalb der Familie können dazu führen, dass medizinische Hilfe erst spät in Anspruch genommen wird.
Der Online-Workshop vermittelt Hintergrundwissen und praxisnahe Perspektiven für Fachkräfte, die mit Roma-Familien arbeiten oder ihnen im Gesundheits-, Bildungs- oder Sozialbereich begegnen. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Erfahrungen Roma-Familien mit dem Gesundheitssystem machen und wie Fachkräfte Vertrauen aufbauen sowie Zugänge erleichtern können.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:
- Warum suchen manche Roma-Familien medizinische Hilfe erst spät auf?
- Welche Rolle spielen Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitssystem?
- Welche Bedeutung haben Familie und Gemeinschaft für Gesundheitsentscheidungen?
- Wie können kulturelle Missverständnisse respektvoll angesprochen und geklärt werden?
Der Workshop bietet Raum für Austausch, Reflexion eigener Erfahrungen und praxisnahe Impulse für eine kultursensible Zusammenarbeit.
Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter*innen, Mitarbeitende in Gesundheitswesen, Behörden und Bildungseinrichtungen sowie alle, die in ihrem Arbeitsalltag mit Roma-Familien in Kontakt stehen.
Referentin: Éva Ádám – Erzieherin, Pädagogin und Sozialarbeiterin mit langjähriger Erfahrung in der Bildungs- und Beratungsarbeit mit Roma-Familien, u. a. bei RomaniPhen e.V. und Amaro Drom e.V.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Die Zugangsdaten werden einen Tag vor dem Online-Workshop verschickt.
Fragen oder Anliegen können gern vorab an Dr. Iris Wachsmuth (Projektleiterin RomDialog) gesendet werden.
Kontakt:
Dr. Iris Wachsmuth
iris.wachsmuth@raa-mv.de
+49 151 50562584

