Mitreden, Ideen entwickeln und gemeinsam etwas bewegen: Seit diesem Schuljahr gibt es im Reitbahnviertel Neubrandenburg ein Gremium aus Kindern und Jugendlichen, das sich aktiv für die Gestaltung der Regionalen Schule Nord und des Viertels einsetzt. Zum Auftakt gab es Besuch aus dem Rathaus: Oberbürgermeister Nico Klose und weitere Gäste kamen zu einer gemeinsamen „Sprechen und Zuhören“- Veranstaltung am 07.10. in die Regionale Schule Nord.



Das neue Gremium für Schulentwicklung
Einmal im Monat treffen sich die jungen engagierten Klassensprecher*innen mit Wiebke Streckenbach, Leiterin der Pädagogischen Werkstatt der RAA Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam entwickeln sie Ideen und planen Projekte, die das Schulleben und das Zusammenleben im Reitbahnviertel verbessern sollen. Damit aus den Ideen auch konkrete Vorhaben werden können, steht den Kindern und Jugendlichen Geld aus dem Entwicklungsfonds zur Verfügung. Dies haben die Einrichtungsleitungen des Bildungsverbunds km2 Bildung Neubrandenburg Nord beschlossen.
Gemeinsam im Gespräch: Unterstützung für junge Ideen
Dass die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Engagement nicht allein sind, wurde am 7. Oktober deutlich. Neben der Schulleitung Silvana Mundry-Göthe nahmen Vertreter*innen der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg an der Veranstaltung teil, um mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Mit dabei waren der Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, Nico Klose, Michéle Arndt, Koordinatorin für Jugendbeteiligung, Natalia Shchebetovska, Integrationsbeauftragte und Koordinatorin für Familienbildung, sowie Marc Ryll, Sachgebietsleiter Schule. Auch Cornelis Meid vom ASB-Quartiersmanagement Nordstadt stellte sich als zukünftiger Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen vor.
Sprechen und Zuhören – einander verstehen
Im Mittelpunkt des Treffens stand das Dialogformat „Sprechen und Zuhören“ des Mehr Demokratie e.V. Es bot allen Beteiligten die Möglichkeit, ihre persönlichen Gedanken und Erfahrungen zur Regionalen Schule Nord und zum Reitbahnviertel zu teilen und sich dabei besser kennenzulernen.
In Kleingruppen erhielt jede Person gleich viel Zeit, um zu Wort zu kommen. Für einige war es zunächst ungewohnt, die eigenen Gedanken vor anderen auszusprechen oder aufmerksam zuzuhören, ohne direkt darauf zu reagieren. Gleichzeitig war es eine wertvolle Übung, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen, sich gegenseitig Raum zu geben und respektvoll miteinander umzugehen.
Viele Ideen für Schule und Viertel
Im Austausch wurden zahlreiche Wünsche und Anliegen gesammelt - mehr Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof, bessere Regeln für die Nutzung der Schultoiletten, ein Jugendclub als Treffpunkt im Viertel, ein respektvolleres Miteinander im Schulalltag und im Reitbahnviertel, …
Wie passend, dass dieses respektvolle Miteinander beim gemeinsamen Dialog direkt ganz praktisch geübt wurde.
Jetzt geht es an die Umsetzung!
Die Kinder und Jugendlichen freuen sich darauf, ihre Arbeit aufzunehmen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und ihre Ideen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für den offenen Austausch und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
