— Anmeldung 10. Regionalkonferenz in Ratzeburg am Sa., 10. November 2018 —

Veranstaltungsort:
Lauenburgischen Gelehrtenschule
Bahnhofsallee 22
23909 Ratzeburg

 
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ACHTUNG: LEIDER IST DIE TAGUNG RESTLOS AUSGEBUCHT, PARDON!
AB HEUTE, 7.11., ist keine ANMELDUNG MEHR MÖGLICH
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Herzlich Willkommen zur Anmeldung für die 10. (Jubiläums-)Konferenz Rechtsextremismus und Demokratieförderung am 10. November 2018 in Ratzeburg!
 
von 9:30 bis 17 Uhr 
 
Bitte tragen Sie sich verbindlich in die Eingabemaske ein oder senden Sie uns eine Mail an Mark Sauer (sauer@ratzeburg.de) oder an Dr. Trepsdorf (daniel.trepsdorf@raa-mv.de), gern auch bei eventuellen Rückfragen zu den Workshop- und Vernetzungsformaten - vielen Dank! Wir freuen uns auf Sie!
 
Formeller Ablaufplan:
 
ab 9:30                 Eintreffen/Einschreibung
 
9:45  –  10:25       Opening, Begrüßung, kurzer fachlicher Input
                            BÜRGERMEISTER der Stadt Ratzeburg, Herr Rainer Voß,
                            Grußwort: Innenminister a.D. Klaus Schlie (CDU, Schleswig-Holstein)
                            "Meschenrechte & Identität - Warum sich
                            Engagement in der Demokratiestärkung unbedingt lohnt"
                            [Arbeitstitel] von Anetta Kahane (Jounalistin, Vors. Amadeu Antonio
                            Stiftung, AAS)

 
10:30 – 12:30       1. Workshop-Phase   
 
12:30 – 13:30        MITTAG
 
13:30 – 15:45        2. Workshop-Phase   
 
16:00 – 17:00       Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops,
                           Netzwerkgespräche, Feedback, Abschluss
 
 
Die Teilnahmeplätze an den einzelnen Workshops sind aus organisatorischen Gründen auf etwa jeweils 20 Personen begrenzt, hernach wird Ihre zweite Wahl herangezogen. Folgende Workshops / Vernetzungsoptionen stehen zur Wahl:
 
___(1.)  "Völkischer Rechtsextremismus und Siedlungskonzepte in Norddeutschland. Historische Wurzeln, Ideologie und Methoden, Konsequenzen für die Demokratie" (fachlicher Input vormittags / moderierter Austausch, Diskussion/Konsequenzen für die Praxis nachmittags)
NPD-Gallionsfigur Udo Pastörs bezeichnete die sog. ‚Völkischen Siedler‘ in ruralen Räumen einst als „Speerspitze nationaler Erneuerung.“ In der Tat halten sich die betreffenden Akteure zumeist im Verborgenen. Öffentlich-mediale Agitation und Pressekontakte sind in ihren Kreisen verpönt. Subversiv agieren sie entlang der Bruchzonen zwischen privatem Nahraum und der Sphäre der Allgemeinheit. Völkische Siedler sind zumeist ideologisch sehr gut geschult und entfalten eine hochmanipulative Wirkung auf ihr soziales Umfeld. Sie agitieren in der Nachbarschaft, auf Gemeindefesten, bei Feuerwehrbällen, im örtlichen Schulförderverein und damit oft unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle staatlicher Sicherheits- und Regelstrukturen. Für die demokratische Kultur in ländlichen Regionen Norddeutschlands besteht dadurch mittelfristig eine subtile Gefahr. Wir wollen im Workshop die Hintergründe und Motivbündel der vielgestaltigen VS-Bewegung ausleuchten, Herausforderungen als auch demokratie- und menschenrechtsorientierte Gegenmaßnahmen ergründen.
Referent und Moderation: Daniel Trepsdorf (RAA M.-V.)
 
___(2.) "Rechtspopulismus – worüber sprechen wir eigentlich?"
Rechtspopulismus ist kein neues politisches Phänomen: In vielen europäischen Ländern gibt es rechtspopulistische (Regierungs-)Parteien. Auch in Deutschland entstanden ab den 1980er Jahren Parteiprojekte, die als rechtspopulistische bezeichnet werden können, aber weitestgehend unbedeutend blieben. Heute ist das anders, rechtspopulistische Akteur*innen und Positionen werden als gesellschaftliches Problem benannt und eine Reaktion darauf diskutiert. Gleichzeitig gibt es in der bundesdeutschen Debatte Unklarheit darüber, was Rechtspopulismus eigentlich ist und wie er mit Rechtsextremismus zusammenhängt.
In dem Workshop werden wir gemeinsam erarbeiten, was sich hinter dem Begriff Rechtspopulismus verbirgt. Dazu werden wir uns mit den vertretenen Ideologien, politischen Strategien sowie zentralen Akteur*innen auseinandersetzen. Der Fokus wird darauf liegen, Rechtspopulismus ebenso wie Rechtsextremismus als gesellschaftlich und politisch eingebettete Phänomene zu analysieren und gesamtgesellschaftliche Wechselwirkungen zu hinterfragen. Dabei werden wir auch einen kritischen Blick auf Reaktionen aus Politik und Gesellschaft werfen, die Rechtspopulismus möglicherweise befördern. Daran anschließend werden wir diskutieren, welche Handlungsmöglichkeiten sowohl auf gesellschaftlicher als auch individueller Ebene gegen eine zunehmende Akzeptanz rechter Positionierungen wirksam sein können.
Referent*innen und Moderation: Daniela Kost & Johannes Marhold, RBT Lübeck / AWO LV SH
 
___(3.)  "Rassistische Meinungsmache im Netz und wie man ihr begegnen kann"
Von rechtsoffenen 'Wutbürgern' bis hin zu gewaltbereiten Neonazis nutzen Demokratiegefährder seit geraumer Zeit das Internet, um eine menschenfeindliche und rassistische Gegegenöffentlichkeit zu schaffen. Nach einem Input der Workshopleitung zu den digitalen Betätigungsfeldern rechtsextremer Akteure in sozialen Netzwerken, werden Erfahrungen aus der Praxis und Fallbeispiele, aber ebenso Kampagnen wider den grassierenden Hass im Netz diskutiert.
Referent: Dr. Dirk Burmeister  (Referent für den Medien- und Digitalstandort im Amt Medien der Hamburger Behörde für Kultur und Medien)
Moderation: MARK SAUER (Verein Miteinander Leben e.V.)
 
___(4.) "Vielfalt in Organisationen gestalten - Handlungsmöglichkeiten gegen rassistische Diskriminierungen" 
Migration ist gesellschaftliche Realität. Doch die Vielfalt der Migrationsgesellschaft spiegelt sich in Politik und Kultur, Bildung oder Medien noch nicht wider. Welche Ursachen hat die fehlende Repräsentation von Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder People of Color? Wie können Organisationen der Pluralität migrationsgesellschaftlicher Positionen und Erfahrungen Rechnung tragen, wie Anerkennung, Chancengerechtigkeit und Teilhabe fördern?
In dem Workshop setzen wir uns mit diesen Fragen auseinander. Wir entwickeln ein Verständnis von rassistischer Diskriminierung, das sowohl individuelles Verhalten als auch die eher unbewussten Formen institutioneller Diskriminierung in den Blick nimmt. Verfahren, Routinen und Vorschriften entfalten benachteiligende Wirkungen, die in Deutschland noch zu wenig  Aufmerksamkeit erhalten.
Wir führen in die Gegenstrategien interkulturelle Öffnung und den menschenrechtsbasierten Diversity-Ansatz ein, betrachten diese kritisch und stellen best-practice-Beispiele vor. Die Teilnehmenden können ihre Erfahrungen einbringen, lernen Instrumente  zur Umsetzung in der Praxis kennen und erhalten dadurch Ansatzpunkte für das weitere Handeln.
Referent*innen: Lilia Youssefi, Kerstin Meyer, DeutschPlus e.V.
Moderation: Saskia Conradi, RBT Lübeck / AWO LV SH

 
___(5.) "Saurer Wein in neuen Schläuchen?! - „Die Neue Rechte – Wer soll das sein?“
Die Neue Rechte. Wer soll das sein? PEGIDA? Identitäre? Die AfD? Oder eine neue soziale Bewegung von rechts, die seit mehr als zwei Jahren das politische Koordinatensystem der Bundesrepublik nachhaltig verschoben hat? Das Tageseminar mit Torsten Hahnel, Rechtsextremismusexperte und Gemeinwesenberater von der von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg geht der Frage nach der Herkunft einer Neuen Rechten in Deutschland, ihren Ursprüngen und Quellen ebenso nach, wie den aktuellen Erscheinungsformen in Politik und Publizistik. Gefragt wird nach den Erfolgsbedingungen neurechter Politikangebote und der Rolle der politischen Popkultur bei der Kommunikation rechter und rassistischer Inhalte.
ReferentInnen: TORSTEN HAHNEL (Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg)
Moderation: MARK SAUER (Miteinander Leben e.V.)

 
___(6.)  "Antisemitismus, Verschwörungsideologien und rechte Esoterik"
Verschwörungserzählungen begleiten auch die aktuellen gesellschaftspolitischen Krisenentwicklungen. Den Begriffen „Lügenpresse“ und „Volksverräter“ begegnet man als Pauschalvorwürfen auf Demonstrationen der aktuellen rechtsextremen Bewegungen, in ihren „alternativen“ Medien und den Sozialen Netzwerken. Die Anhängerinnen und Anhänger von Verschwörungsideologien und –mythen machen auf diese Weise deutlich, dass es sich bei den zugrundeliegenden Erzählungen eben nicht ausschließlich um Unterhaltung handelt, sondern ihnen der Wunsch nach der "Vernichtung von Widersprüchen" innewohnt. Dabei besteht eine enge Wesensverwandtschaft zum Antisemitismus.
ReferentInnen: Jan Rathje (AAS)
Moderation: Jan König (RAA M.-V.)

 
__(7.)  "JUGENDWORKSHOP - „Demokratie braucht Toleranz"Der aktive, interaktive Jugendworkshop „Demokratie braucht Toleranz“ lädt junge Menschen ein, die Werte der Demokratie im eigenen Alltagsleben wahrzunehmen und eine Sensibilität für Demokratie als aktiv zu erhaltendes Gut entwickeln. Konkret wird dabei diskutiert, wie aus bewusster, demokratischer Grundhaltung eine Motivation gegen Diskriminierung entstehen kann. Es werden dabei Handlungsoptionen zur Prävention von Diskriminierung wie zur Konfliktlösung in praktischen Übungen erarbeitet, die letztlich immer auch ganz viel mit Demokratie zu tun haben.
ReferentInnen: Ercan Kök
Moderation: Petra Linzbach (Landkreis Stormarn)

 
 
Sollten Sie wider Erwarten doch nicht an der Tagung teilnehmen können, bitten wir rechtzeitig (1 Woche vor Beginn) um eine kurze Nachricht. Dies ist nicht nur fair gegenüber "NachrückerInnen", sondern erleichtert uns auch die Planungen in puncto Catering ungemein. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Sensibilität und für Ihre Mitarbeit!
 
Hinweise zum Datenschutz
Wir erheben und verarbeiten alle in dem Formular erfassten Daten zum Zweck der Veranstaltungsplanung, Dokumentation und Verwaltung von Teilnehmenden für NAME DER VERANTSTALTUNG. Die erhobenen Daten werden vier Wochen nach Ende der Veranstaltung auf unserer Website gelöscht.
Weitere Informationen zum Umgang mit Ihren Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

[Ausschlussklausel und Hinweise des Veranstalters]
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. (Vgl. § 6 VersammlG sowie § 11 VersammlG, Passus zur "gröblichen Störung")
 

Bitte geben Sie den Titel des Workshops konkret an, [Nr. und Kurztitel], z.B. "Workshop 1, Völkischer Rechtsextremismus" - dies erleichtert uns die Zuordnung. Besten Dank.

Bitte geben Sie den Titel des Workshops konkret an, [Nr. und Kurztitel], z.B. "Workshop 3, Rechte Meinungsmache im Netz" - dies erleichtert uns die Zuordnung. Besten Dank.