Gedenkstätte KZ-Außenlager Waldbau

Das ehemalige Neubrandenburger KZ-Außenlager „Waldbau“ im Nemerower Holz ist einer von zwei Orten in der Stadt, die in ihrer historischen Grundsubstanz erhalten sind und mit zahlreichen Spuren eine Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg ermöglichen. Das (nicht mehr sichtbare) Hauptlager in der Ihlenfelder Straße und die unterirdisch angelegte Zweigstelle „Waldbaulager“ war mit über 6.000 Häftlingen das größte Außenlager des KZ Ravensbrück. Es ist, ebenso wie das ehemalige Kriegsgefangenenlager Fünfeichen, bislang nicht zugänglich. Der historische Ort soll zukünftig „erlebbar“ gemacht werden, denn er bietet vielfältige regionalgeschichtliche wie curriculare Bezüge für ein außerschulisches und ein lebenslanges Lernen zu Themen, wie „Zwangsarbeit“, „Menschenbilder“ und „Umgang mit Erinnerung“.

Das bis Ende 2019 laufende Projekt widmet sich der Dokumentation vorhandener baulicher Anlagen und historischer Forschungsunterlagen sowie der konzeptionellen und organisatorischen Erkundung und Vorbereitung einer gewünschten künftigen Nutzung dieses Ortes bzw. alternativer Gedenkmöglichkeiten. Es beinhaltet die zeitlich befristete Koordination aller Aktivitäten zur Prüfung bzw. Vorbereitung einer Nutzbarmachung des Geländes und wird (erste) Elemente der Erinnerung an die Opfer, Täter und Mechanismen der systematischen, menschenverachtenden „Vernichtung durch Arbeit“ an diesem historischen Ort für die Öffentlichkeit zugänglich und sichtbar machen.
 

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern.