„Einschüchterung und Bedrohung von Engagierten durch Rechtsextreme nimmt zu“ Die RAA reagiert auf Attacke gegen Mitarbeiter

03.11.2015 - Schwerin/Waren(Müritz). Mit Empörung und Entschlossenheit hat die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern auf einen mutmaßlich rechtsextremen Einschüchterungsversuch gegenüber einem ihrer Mitarbeiter reagiert. Der Projektleiter eines vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanzierten Demokratieprojektes des Vereins wurde am Wochenende in Schwerin am Rande der Demonstration „Schwerin für alle“ namentlich angesprochen und mit den Worten “Wir kennen dich. Du hast auch Familie!“ attackiert.
 
„Die Einschüchterung und Bedrohung von Engagierten durch Rechtsextreme nimmt auch in Mecklenburg-Vorpommern zu“, konstatiert Christian Utpatel, Geschäftsführer der RAA Mecklenburg-Vorpommern. „Dies ist in keiner Weise hinzunehmen oder zu verharmlosen. Haupt- und ehrenamtlich tätige Menschen, die sich für eine lebendige Zivilgesellschaft, für die Integration von Flüchtlingen und gegen Rassismus engagieren, verdienen ebenso wie die Geflüchteten selbst Respekt und Anerkennung und nicht zuletzt den Schutz der Gesellschaft.“
 
Auch Vorkommnisse dieser Art machen aus Sicht der RAA deutlich, dass die Androhung und Anwendung von Gewalt zum alltäglichen Repertoire der Rechtsextremisten in M-V gehört. „Wir werden uns allerdings hiervon nicht von unserem entschiedenen Engagement für Vielfalt, Mitmenschlichkeit und eine offene Gesellschaft abhalten lassen.“, so Utpatel. 
 
 
Hintergrund:
Die RAA Mecklenburg-Vorpommern e. V. engagiert sich seit 1999 landesweit für eine demokratische Kultur in Schule und Gemeinwesen und ist u. a. Träger von zwei Regionalzentren für demokratische Kultur in M-V.

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