— Anmeldung 9. Regionalkonferenz in Boizenburg am 11. November 2017 —


Veranstaltungsort:
Rudolf-Tarnow-Schule
Richard-Markmann-Straße 59
19258 Boizenburg/Elbe
 
 
Herzlich Willkommen zur Anmeldung für die 9. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratieförderung am 11. November 2017 in Boizenburg!
 
Die Tagung beginnt pünktlich um 9:30 Uhr. Wir wissen indes aus der Vergangenheit, dass viele Aktive aus Rechtsextremismusprävention, Menschenrechtsarbeit und Demokratieförderung das Format nutzen, um sich mit anderen bereits im Vorfeld auszutauschen. Deshalb haben Sie bereits ab 8:30 Uhr (zugleich Beginn der Einschreibung) zusätzlich die Gelegenheit, die Ausstellung „Elternberatung für rechtsaffine Jugendliche“ zu besuchen, um miteinander oder mit anwesenden Fachkräften ins Gespräch zu kommen. 
 
Bitte tragen Sie sich verbindlich in die Eingabemaske ein oder senden Sie uns eine Mail an Mark Sauer (sauer@ratzeburg.de) oder an Dr. Trepsdorf (daniel.trepsdorf@raa-mv.de), gern auch bei eventuellen Rückfragen zu den Workshop- und Vernetzungsformaten - vielen Dank! Wir freuen uns auf Sie!
 
Formeller Ablaufplan:
 
ab 8:30                 Eintreffen/Einschreibung – parallel dazu: Ausstellung / Rundgang
 
9:45  –  10:25       Opening, Begrüßung, kurzer fachlicher Input
                            BÜRGERMEISTER der Stadt BOIZENBURG/Elbe, Herr Harald Jäschke
                            Impulsvortrag "Rechtsextremismus im ländlichen Raum" von Marius Hellwig
                            (Amadeu Antonio Stiftung, AAS)

 
10:30 – 12:30       1. Workshop-Phase   
 
12:30 – 13:30        MITTAG
 
13:30 – 15:45        2. Workshop-Phase   
 
16:00 – 17:00       World Cafè (Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops),
                            Netzwerkgespräche, Feedback, Abschluss
 
 
Die Teilnahmeplätze an den Workshops sind aus organisatorischen Gründen auf etwa 20 Personen begrenzt, hernach wird Ihre zweite Wahl herangezogen. Folgende Workshops / Vernetzungsoptionen stehen zur Wahl:
 
___(1.)  "Institutioneller Rassismus" (fachlicher Input vormittags / moderierter Austausch, Diskussion/Konsequenzen für die Praxis nachmittags)
Institutionellen Rassismus erfahren Menschen durch Ausgrenzung, Benachteiligung oder Herabsetzung in gesellschaftlich relevanten Einrichtungen, beispielsweise bei der politischen Beteiligung (Wahlrecht, Fehlende Repräsentanz in politischen Einrichtungen), im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt, auf dem Wohnungsmarkt oder als als Opfer von Racial Profiling. In dem Workshop werden wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen eine gemeinsame Definition von Rassismus erarbeiten und deutlich machen wie rassistisches Denken und Handeln auch dann funktioniert wenn die einzelnen in den Strukturen bzw. in der Gesellschaft sich einem Rassismus freien Wertekonzept verbunden fühlen. Des Weiteren werden wir Ansätze diskutieren wie institutioneller Rassismus als auch individueller Rassismus zu erkennen und abzubauen ist.
Referent: TAHIR DELLA (ISD Bund e.V.)
Moderation: JAN KÖNIG (RAA M.-V.)

___(2.)  "Alltagsrassismus erkennen & begegnen" (fachlicher Input vormittags / moderierter Austausch, Diskussion/Konsequenzen für die Praxis nachmittags)
Rassismus und Diskriminierung sind gesellschaftliche „Normalität“. In den aktuellen Debatten aus der sogenannten „Stimme des Volkes“ und der „Stimmen auf der Straße“, wird mal wieder deutlich, dass Rassismus sich nicht allein am sogenannten Rechten Rand abbildet, sondern als gesamtgesellschaftliches Phänomen zu erfassen ist. Alltagsrassismus als gesamtgesellschaftliches Verhältnisse zu verstehen und zu benennen stellt sich jedoch weiterhin als sehr schwierig dar. Ziel des Workshops ist es daher Alltagsrassismus zur Sprache zu bringen, gemeinsam zentrale Aspekte einer rassismuskritischen Arbeit zu diskutieren sowie Impulse für (Selbst-)Reflexion und professionellen Austausch zu bieten.
Referent/-In: KRISTIN KRÖCKEL (RBT SH / AWO) und FRANZISKA JÄCKE (RBT SH / AWO)
Moderation: PETRA LINZBACH (Landkreis Stormarn)

___(3.)  Sonderformat Fachgespräch "Austauschgelegenheit für Akteure und Interessierte der Partnerschaften für Demokratie (PfD) mit einem Impulsreferat zur 'Elternberatung rechtsaffiner Jugendlicher' (inkl. Ausstellungsbesprechung) am Vormittag. — ACHTUNG: DIE KOLLEGINNEN AUS DIESEM VORMITTAGS-WORKSHOP FINDEN SICH BITTE NACHMITTAGS BEIM MitarbeiterInnen-Team von HERRN WOLFGANG NAFROTH (nafroth.com pr+kommunikationsberatung) ein. Die PfDs der Region stellen bitte kurz die Förderinstrumente des Bundesprogramms "Demokratie leben" vor, tauschen sich untereinander sowie mit Interessierten aus und geben Best-Practice-Hinweise für geplante Projektideen und demokratiefördernde Kampagnenformate
ReferentInnen: EVA PRAUSNER (PROJEKT "ELTERN STÄRKEN", pad gGmbH) /
Dr. DANIEL TREPSDORF (RAA M.-V.)
Moderation: Dr. DANIEL TREPSDORF (RAA M.-V.)

 
___(4.)  "Frauen im Rechtsextremismus — Herausforderungen im ländlichen Raum"
Entsprechend eines rechtsextremen Lebensentwurfes sind es häufig die ländlichen Räume, in denen rechtsextreme Frauen aktiv werden. Nach einem Input der Workshopleitung zu Betätigungsfeldern rechtsextremer Frauen, werden Erfahrungen aus der Praxis und Fallbeispiele diskutiert.
Referentin: Dr. JOHANNA SIGL (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus)
Moderation: DANIELA KOST (RBT SH / AWO)

 
___(5.)  "Es kommt doch eh keine*r!?" – Kampagnenarbeit im ländlichen Raum (Austausch- und Vernetzungsformat für Engagierte in zivilgesellschaftlichen Initiativen)
Oft möchte man mit Medien, Aktionen, Veranstaltungen, Werbemitteln, Pressearbeit, sogar Strategiekonzepten die Menschen erreichen. Man will informieren, etwas bewusst machen, etwas bewegen, verändern. Dabei stellen sich oft die gleichen Fragen: Was bleibt hängen? Wie erreiche ich die Menschen überhaupt? Kann ich auch ohne einen regelmäßigen Aufmarsch in der Region erfolgreich kontinuierliche Arbeit gegen Rechtsextremismus machen?
 
In diesem Workshop liegt der Fokus darauf, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie die Bündnisse in ihren Regionen langfristig aktiv und präsent bleiben können. Ein Schwerpunkt wird darauf liegen, welche Kommunikationsmittel und -wege gerade auch im ländlichen Raum geeignet sind, Menschen für Rassismus und Rechtsextremismus zu sensibilisieren und demokratische Kultur zu stärken.
 
Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und/oder sich mit den Akteuren der Partnerschaften für Demokratie (PfD) aus ihrer Region auszutauschen, etwa um Förderoptionen für Ihre Projektidee zu besprechen.
Referentin: Grit Steckmann (nafroth.com pr+kommunikationsberatung)
Moderation: SASKIA CONRADI (RBT SH / AWO)
 
___(6.) Jugendworkshop "Hate Speech! - Umgang mit Hasskommentaren im Netz"
Über soziale Medien können Menschen weltweit Gleichgesinnte finden, dass diese Möglichkeit auch von Rechtsextremen genutzt wird ist bekannt. Aber wie organisieren sie sich und wie wird Hetze im Netz koordiniert? Und vor allem was bedeutet dies für uns? Wie können wir uns gegen die Verbreitung von Hass im Netz wehren?
ReferentInnen: ULRIKE HABECK, MANUEL ALBRECHT (fair_bockt e.V.)
Moderation: MIRKO KURMANN (RAA M.V.)

 
___(7.)  "Argumentationstraining für die Auseinandersetzung mit Rechtspopulisten und Rechtsextremisten"
Menschenverachtende Einstellungen begegnen uns in Ehrenamt, Politik und privatem Umfeld. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist kein Randphänomen, sondern weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Dieser Umstand macht die Auseinandersetzung alltäglich aber nicht einfacher. Teilnehmende des Trainings erarbeiten sich inhaltliche Grundlagen zu menschenverachtender Ideologie und rechter Agitationsweise. Anhand vermittelter Techniken lernen sie, wirksam und überzeugend gegen diskriminierende Aussagen zu argumentieren. Dabei werden sowohl Fakten gegen menschenverachtende Argumente als auch humanistische Gegenbilder erarbeitet.
ReferentInnen: Fachkräfte des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC)
Moderation: MARK SAUER (Miteinander Leben e.V.)

 
Sollten Sie wider Erwarten doch nicht an der Tagung teilnehmen können, bitten wir rechtzeitig (1 Woche vor Beginn) um eine kurze Nachricht. Dies ist nicht nur fair gegenüber "NachrückerInnen", sondern erleichtert uns auch die Planungen in puncto Catering ungemein. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Sensibilität und für Ihre Mitarbeit!
 
[Ausschlussklausel und Hinweise des Veranstalters]
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. (Vgl. § 6 VersammlG sowie § 11 VersammlG, Passus zur "gröblichen Störung")

Bitte geben Sie den Titel des Workshops konkret an, z.B. "Institutioneller Rassismus" - dies erleichtert uns die Zuordnung. Besten Dank.

Bitte geben Sie den Titel des Workshops konkret an, z.B. "Jugendworkshop" - dies erleichtert uns die Zuordnung. Besten Dank.