Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss

„Die Grenzen meiner Sprache  bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Ludwig Wittgenstein
 
Sprache öffnet Welten und fördert die Akzeptanz gegenüber „Fremden und Unbekannten“. Der Erwerb der Nachbarsprache und interkultureller Kompetenzen bildet auch für das deutsch-polnische Grenzgebiet die Grundlage für das gegenseitige Verstehen zwischen Menschen und Institutionen. Auf deutsche Seite ergeben sich insbesondere Chancen durch die Möglichkeit stärker an Angeboten der Metropolregion Stettin teilzuhaben, doch auch der Zuzug in ländliche Grenzgemeinden kann die Kommunen nachhaltig stärken. Um sprachliche und interkulturelle Barrieren abzubauen, ist es wichtig, dass mit dem Spracherwerb früh begonnen wird und dieser möglichst durchgehend erfolgt.   
 
Das Projekt Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss – der Schlüssel für die Kommunikation in der Euroregion POMERANIA erarbeitet einen bislang fehlenden systematischen Ansatz für den frühen und aufeinander aufbauenden Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss. Im Zentrum steht die grenzüberschreitende Entwicklung einer innovativen und übertragbaren Gesamtkonzeption für den durchgängigen Nachbarspracherwerb für die gemeinsame deutsch-polnische Grenzregion, die an zahlreichen Modellstandorten auf beiden Seiten der teilnehmenden Partnerkommunen erprobt und evaluiert wird.
 
Die RAA Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist im Projekt für folgende Aufgaben zuständig:
1.      Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte im Bereich Interkulturelles Lernen:
2.      Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit den Eltern
3.      Unterstützung bei der Organisation von Begegnungsprojekten für Kinder
4.      Einsatz von ErzieherInnen für bilinguale Spracherziehung in vier beteiligten KiTas

Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Stadt Stettin, dem Landkreis Vorpommern – Greifswald, der Universität Greifswald, dem Landkreis Uckermark und  der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) M-V e.V. finanziert aus EFRE – Mitteln im Rahmen des Programms INTERREG VA und vom Landkreis Vorpommern-Greifswald.